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Große Bewährungsproben für Karo Murat und Alexander Frenkel: Die beiden Schützlinge von Erfolgscoach Ulli Wegner werden am 18. September die bislang wichtigsten Kämpfe ihrer Profilaufbahn bestreiten. In der LG Arena in Birmingham, England, steht dabei eine Menge auf dem Spiel. Murat trifft in einem WBO-WM-Ausscheidungskampf auf Nathan Cleverly, Frenkel fordert Europameister Enzo Maccarinelli heraus.
Wenn es nach Murat geht, soll der Fight gegen den in 19 Profikämpfen ungeschlagenen Widersacher sein ganz großer Durchbruch werden. "Erst schlage ich Cleverly, dann knöpfe ich mir Weltmeister Jürgen Brähmer vor", so die Devise des 26-Jährigen. Der in Berlin lebende Halbschwergewichtler verspürt schon jetzt ein wenig Wut im Bauch, wenn er den Namen seines 23-jährigen Kontrahenten aus Wales hört.
"Er scheint ein echtes Großmaul zu sein. Er stellt sich in Interviews auf eine Stufe mit Joe Calzaghe. Doch der hatte aus sportlicher Sicht eine ganz andere Klasse als er. Im Ring hat Cleverly einfach nicht das Niveau, das sein Landsmann aus Wales hatte", so Murat. Dennoch weiß der Wegner-Schützling, dass es nicht leicht wird. "Er ist verdammt groß. Deshalb wird es nicht so einfach für mich, die Reichweite zu überbrücken."
Bange ist Murat, der in 22 Profikämpfen 22 Siege einfuhr, aber nicht. "Auch Tommy Karpency, Sergey Demchenko und Gabriel Campillo waren viel größer als ich. Ich habe dabei gut ausgesehen und bin deshalb noch immer ungeschlagen", sagt er. Quasi in die Höhle des Löwen zu reisen, das störe ihn überhaupt nicht. Im Gegenteil: "Die britischen Fans lieben guten Boxsport. Wenn ich also besser bin und gewinne, werden sie mich mögen."
Ebenso selbstbewusst wird auch Alexander Frenkel (22-0, 17 K.o.´s) die Reise nach Birmingham antreten. Er will Enzo Maccarinelli (32-4, 25 K.o.´s) vom EM-Thron stoßen. Der Waliser hat einen großen Namen. Schließlich hielt der 29-jährige Titelverteidiger auch schon den WM-Gürtel der WBO, den heute Marco Huck innehat, in seinen Händen. "Der Name ist egal. Für mich ist Maccarinelli ein normaler Boxer. Aber der Titel ist wichtig für mich", so Frenkel.
Die Bedeutung des Fights will der 25-Jährige dennoch nicht überbewertet wissen. "Jeder Kampf ist der wichtigste im Leben", erklärt der Cruisergewichtler. Er habe sich von Beginn an darauf gefreut, in England zu boxen. "Ich war noch nie dort. Jetzt habe ich einen Grund, um das Land zu besuchen. In England zu gewinnen und dabei noch ein bisschen Auslandserfahrung zu sammeln, das finde ich gut", sagt der EM-Herausforderer selbstbewusst.
Eintrittskarten für die Veranstaltung des britischen Promoters Frank Warren sind im Internet unter www.lgarena.co.uk erhältlich.
www.boxen.com
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